
Gerhard Danelius
Gerhard Danelius wurde am 2. April 1913 in einer Berliner Arbeiterfamilie geboren. Er war Transportarbeiter.
1927 wurde er Mitglied des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD), zwei Jahre später auch der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Von 1930 bis 1933 war er als Organisationsleiter der Roten Jungfront in den Berliner Bezirken Prenzlauer Berg, Pankow und Weißensee tätig. Nach der Machtergreifung der Faschisten hat er am illegalen Kampf der KPD teilgenommen, wurde verhaftet, mehrfach grausam verhört und war in Gestapo-Haft. Anschließend emigrierte er für kurze Zeit nach Frankreich (Paris), wo er Mitglied der französischen Widerstandbewegung war; von dort wurde er jedoch von der Partei wieder nach Berlin geschickt, um die illegale Arbeit fortzusetzen. Während dieser Zeit wurden seine Eltern und seine Schwestern von den Nazis in KZ-Lagern ermordet. Nach der Befreiung Berlins von Faschismus und Krieg "gehörte er im wahrsten Sinne des Wortes zu den Aktivisten der ersten Stunde" (Alfred Neumann – SED; "Die Wahrheit" vom 27./28. Mai 1978); seit 1947 bekleidete er verschiedene Funktionen auf mittlerer Parteiebene in mehreren Berliner Bezirken. 1956/57 Besuch der Parteihochschule in Moskau, anschließend übernahm er die Leitung des Politbüros der verbotenen KPD in der BRD. Am 25.02.1959 wurde er von der Bezirksleitung Berlin der SED mit der Leitung der Westberliner Parteiarbeit beauftragt. Die Delegiertenkonferenz der Westberliner SED-Parteiorganisationen am 24.11.1962 beschließt die Bildung einer eigenen Partei, der SED-West und wählt ihn zu ihrem Vorsitzenden. Am 1. Mai 1978 hielt er seine letzte Rede unter dem Titel "Der Feind steht rechts !" Gerhard Danelius verstarb am 18. Mai 1978.Wofür wir heute stehen, was wir wollen!
In diesem Land, auf dieser Welt wird der gesellschaftliche Reichtum vom Proletariat geschaffen. Aber dieser Reichtum wird der Masse der Menschen durch die herrschende Klasse des Monopolkapitals vorenthalten. Alle gesellschaftlichen Beziehungen, Verhältnisse, die die Menschen untereinander eingehen, sind geprägt durch Profitstreben des Kapitals um jeden Preis. Die Ausbeutung der Hauptproduktivkräfte, des Proletariats, sowie unserer Umwelt, die unsere Lebensgrundlage ist, hat schon seit langem zerstörerische Ausmaße angenommen. Innerhalb der Gesellschaft wächst die Gewalt, der Staat wird seiner Rolle als Instrument des Monopolkapitals voll gerecht. Und auch nach aussen tritt er kräftig als imperialistischer Staat in Erscheinung, denn Deutschland führt wieder Krieg gegen andere Völker.Das alles wollen wir ändern!
Wir wissen, dass die Bourgeoisie ihre Macht nicht freiwillig aufgeben wird. Sie wird nicht einmal einen winzigen Teil abgeben. Aber wir wollen auch keinen kleinen Teil, wir wollen die ganze Macht!
Deshalb haben wir uns in unserer Berliner Betriebsgruppe "Gerhard Danelius" innerhalb der Deutschen Kommunistischen Partei zusammengeschlossen. Die Grundlage unserer Arbeit ist die politische Ökonomie, unsere Methode ist der dialektische und historische Materialismus, und unsere Weltanschauung ist der wissenschaftliche Sozialismus. Das Organisationsprinzip unserer Partei ist der demokratische Zentralismus.
Die vierzigjährige Existenz der Deutschen Demokratischen Republik, des ersten sozialistischen deutschen Arbeiter- und Bauernstaates, wird für uns immer ein Beispiel dafür sein, was die Arbeiterklasse gemeinsam mit den anderen Werktätigen vermag. Die Niederlage des Sozialismus in Europa ist für uns kein Grund, an der Richtigkeit des wissenschaftlichen Sozialismus zu zweifeln und die praktischen Erfahrungen der DDR geringzuschätzen.
Wir wissen , dass der Kapitalismus überwunden werden kann und dass der Sozialismus die einzige Alternative ist. Der Sozialismus kann nur auf revolutionärer Grundlage im Klassenkampf errungen werden, im Rahmen des bürgerlichen Parlamentarismus ist er nicht zu erreichen.
Wir arbeiten in verschiedenen Berliner Betrieben und Institutionen. Wir sind in unseren Gewerkschaften tätig und sehen unsere wichtigste Aufgabe darin, mit unseren Kollegen ins Gespräch zu kommen, ihnen die Klassenlage deutlich zu machen und sie für unsere Sache zu gewinnen, für unseren gemeinsamen Kampf gegen die Macht der Konzerne, gegen Ausbeutung und für Sozialismus.
In unseren Arbeitsbereichen haben wir es uns zur Aufgabe gemancht, Klassenbewusstsein zu entwickeln. Ausgehend von der Erkenntnis, dass die Arbeiterklasse die Hauptkraft ist, die den Reichtum schafft und von der allein im Kapitalismus der Profit abhängig ist, haben wir erkannt, dass sie damit zugleich das revolutionäre Subjekt der Geschichte ist. Aufgabe unserer Partei ist es, den bewusstesten Teil der Klasse zu organisieren, Klassenbewusstsein zu entwickeln, stets die Interessen der Arbeiterklasse und der anderen ausgebeuteten Menschen in den Vordergrund zu stellen. Der Kampf um den Frieden ist ein wichtiger Bestandteil des Klassenkampfes. Nur im Frieden kann der Sozialismus aufgebaut werden. Wir setzen proletarischen Internationalismus gegen imperialistische Globalisierung!
Die internationale Arbeiterklasse, die auch in der sozialistischen Gesellschaft allen Reichtum schaft, wird im Bündnis mit den anderen entrechteten Menschen der ganzen Welt die Trägerin der Revolution sein. Wir sind davon überzeugt, dass eine gerechte Gesellschaft für alle Menschen dieser Erde nur der Sozialismus sein kann.
Wir wissen, im Sozialismus kommt der gemeinschaftlich erarbeitete Reichtum auch der gesamten Menschengemeinschaft zugute! Dafür lohnt es sich zu kämpfen, dafür ringen wir um Köpfe und Hände, dafür gehen wir auf die Straße!
Wir haben nichts zu verlieren als unsere Ketten, aber die ganze Welt zu gewinnen!
Wir treffen uns jeden dritten Montag im Monat um 19.00 Uhr
im Gebäude des "Neuen Deutschland" - ND-Haus, Franz Mehring Platz 1, 10243 Berlin
BVG - Ostbahnhof oder U5 Weberwiese
Siehe immer auch Termine unserer Gruppenveranstaltungen der DKP Betriebsgruppe Gerhard Danelius
© Deutsche Kommunistische Partei (DKP), Betriebsgruppe Gerhard Danelius
